Warum Böses aus Berlin und Brüssel zieht


Good news, bad news: Die Informationsgesellschaft war schon immer in zwei Klassen aufgeteilt. Und mit gutem Grund! Rufen unterschwellige Botschaften eine negative Reaktion hervor, so werden sie besser wahrgenommen.

Auf eine Untersuchung darüber machte die englische Zeitschrift „Emotion“ (September 2009) aufmerksam. Bisher wurden vor allem bestimmte Inhalte einer Nachricht dafür verantwortlich gemacht, ob sie Aufmerksamkeit findet oder nicht. Diesmal untersuchten die Forscher jedoch die Form.

Die Frage der Wissenschaftler lautete: Bleiben negative Wörter leichter hängen als positive? Zu der Studie mussten die Teilnehmer innerhalb von Sekundenbruchteilen mehrere Wörter vom Bildschirm ablesen. Diese Begriffe enthielten unterbewusst positive (fröhlich, Blumen) negative (Schmerz, Mord) oder neutrale (Ohr, Wasserkocher) Bedeutungen.

Nach jedem Wort mussten die Teilnehmer entscheiden, ob sie Gefühle beim Lesen empfanden oder nicht – und zusätzlich einstufen, wie stark sie berührt waren. Besonders schnell und einfach war die Entscheidung bei negativ besetzen Wörtern.

Fazit:

a) Den Aufruf “Kill your speed“ werden Leser stärker beherzigen als „Slow down“.

b) Auch werbliche Botschaften landen schneller im Unterbewusstsein, wenn sie einen Gegensatz aufbauen, und dabei negative Merkmale brandmarken. Positive Eigenschaften des eigenen Produktes wirken weniger eindrucksvoll.

Lavie, Nilli : “Murder, she wrote: Enhanced sensitivity to negative word valence”

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