Bankensprech blockt Kunden ab


Banken und Versicherungen müssen einfacher mit ihren Kunden kommunizieren. Sie versäumen es aber seit Jahren. 

Dass auch die Finanzkrise bisher nichts an der Sprache von Bankern bewegen konnte, belegt eine Untersuchung des Ulmer Kommunikationsforschungsinstituts Communication Lab, zusammen mit Arts & Others und der Universität Hohenheim.

Geprüft wurden Newsletter und Datenschutz-Texte von 16 Banken. Darin wimmelte es vor Fremdwörtern, Fachausdrücken und Anglizismen – auch die Sätze waren häufig zu kompliziert.

Wer ein gemischtes Privatpublikum ansprechen möchte, sollte Fachsprache und Anglizismen durch einfache deutsche Wörter ersetzen. Dazu gehört auch ein Satzbau in klaren Sinnschritten, denen unser Gedächtnis folgen kann. Ansonsten wächst die Gefahr, dass Kunden nichts verstehen – und Kommunikation scheitert.

In den untersuchten Newslettern waren 4 Prozent der Wörter englischen Ursprungs, häufig in verschwurbelte Sätze gegossen. Zum Vergleich: Wissenschaftliche Fachtexte enthalten 1,6 Prozent, die Bild-Zeitung sogar nur 0,4 Prozent Anglizismen.

Abschreckende Beispiele waren laut Untersuchung die Datenschutztexte von Credit Suisse und Sparkasse München. Ihre Newsletter schnitten allerdings besser ab.

Die angeblich verständlichsten Datenschutztexte veröffentlichten die Frankfurter Sparkasse, Dresdner Bank, Commerzbank und Haspa. Und die kundenfreundlichsten Newsletter formulierte die Sparda-Bank Südwest.

Adresse der Untersuchung im Internet:
http://www.comlab-ulm.de/tmp/Studie-Sprache-der-Banken.pdf

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